How Now Brown Cow
November 13 @ 20:00

open music presents
Josh Spear – idea, direction, composition, performance, writing,
Oliver Dawe – direction
PROGRAMM
Josh Spear How Now Brown Cow (2024, ÖEA)
„How Now Brown Cow“ ist ein Solo-Musiktheaterstück des Komponisten und Performers Josh Spear unter der Regie von Oliver Dawe. Erzählt wird eine persönliche Geschichte über das Stottern, über Selbstanpassung bzw. den Kampf um Anpassung und queere Authentizität. Spear, der für seinen phantasievollen Einsatz von Lippensynchronisation bekannt ist, performt zu einem Skript und Sounddesign unter Einsatz dieser Technik. In diesem Foley-Theater stellt die Lippensynchronisation die Unzuverlässigkeit der Sprache, die ein Stotterer tagtäglich erlebt, dar. Die Geschichte beginnt geradewegs mit dem stotternden Spears als kleines Kind, das im Zuge seines Heranwachsens versucht, dieses zu überwinden. Die Geschichte verkompliziert sich in seinen Teenagerjahren stark als Spear zu erkennen beginnt, dass er eine queere Person ist. Während er die Zukunft, die er sich für sich selbst ausgemalt hat, verliert er auch sein eigenes Selbst aus den Augen, und auch die starke Bindung zu seiner Großmutter wird belastet. „How Now Brown Cow“ ist eine Art Coming-of-Age-Geschichte über Themen wie Selbstbewusstsein und Selbstzweifel; eine Geschichte, die sowohl höchst persönlich ist, aber ebenso universell zu jedem spricht, der mit dem Kampf um Selbstakzeptanz aufgewachsen ist.
Josh Spear ist Komponist, Performer und künstlerischer Forscher. Ein Fokus liegt bei seiner Arbeit dabei auf der Erkundung, wie Musik in einer Live-Performance ihre eigene Logik entwickeln oder so in die Handlung integriert werden kann, dass eine neue Klangdramaturgie entsteht. Lippensynchronisation, Pantomime, Drag und Butoh bieten ihm darüber hinaus weitere Zugangsmöglichkeiten, um Bewegung und Klang zu kombinieren. Er tendiert zu einer starken Bildsprache, die die Materialität von Objekten und Szenografie einbezieht und sich vom physischen Theater als Methode des Geschichtenerzählens beeinflussen lässt. Manchmal verzichtet Spear bewusst auf reale Objekte, sodass nur deren Klänge übrig bleiben, was dem Publikum eine gewisse Vorstellungskraft abverlangt. Kontrapunkt und Kontrast sind ein grundlegendes Prinzip für die theatralischen, visuellen und musikalischen Aspekte seiner Stücke, ebenso der Wunsch, verschiedene Formen der Performance als Musik zu präsentieren und auch ortsspezifische Optionen zu nutzen.
Josh Spear ist Mitglied der Komponist°innen- und Interpret°innengruppe Bastard Assignments, die sich mit experimenteller Musik und Performance beschäftigt und auch ihr eigenes, gemeinsam erarbeitetes Repertoire präsentiert. Spears Arbeit mit der Gruppe Quartet wurde auch vom Ensemble Garage und dem Decoder Ensemble aufgeführt. Er studierte Musik an der Universität Manchester und anschließend Komposition für seinen MMus am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance, wo er von Edward Jessen und Deirdre Gribbin unterrichtet wurde. Er ist Stipendiat des Trinity College London, erhielt ein Jerwood Performing Arts Micro Bursary und ist Gewinner des Scotsman Fringe First Award 2019 für „Subject Matter“ mit seinem langjährigen Kollegen Oliver Dawe. Im Jahr 2022 schloss Josh sein Doktoratsstudium an der Norwegischen Musikakademie mit seiner Dissertation „Composing Together and Not Together: Intimacy as a Condition for Collaboration” unter der Betreuung von Trond Reinholdtsen, Dickie Beau und Eivind Buene ab. In den letzten Jahren hat er auch selbst eine kollaborative Kompositionspraxis entwickelt, mit der er die Interpret°innen über ihre Rolle als Interpret°innen hinaus zur Einbeziehung ihrer eigenen kreativen Kräfte motiviert (so etwa bei dem Stück „FEED“ mit Bastard Assignments).
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€ 20 | € 13* | € 7**
* SchülerInnen, StudentInnen, Präsenz-/ZivildienerInnen und Arbeitslose mit gültigem Ausweis
** MusikstudentInnen mit gültigem Ausweis an der Abendkassa
*** Eintritt frei für Hunger auf Kunst & Kultur an der Abendkassa ab 15 Minuten vor Konzertbeginn
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Die Abendkassa öffnet 30 Minuten vor Konzertbeginn
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